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Klopft
an! Es wird euch aufgetan!
In
Nachahmung der ersten Gebetsnovene, die die Apostel, geschart um
die Mutter Jesu,
gehalten haben (vgl. Apg. 1, 14), haben gläubige Christen immer
wieder herauf durch die
Jahrhunderte in wichtigen Anliegen oder zur Vorbereitung auf ein
Fest solche Novenen
gehalten und sich dabei nicht bloß unmittelbar an Gott, sondern
auch an die Mutter Jesu
oder an bestimmte Heilige im Gebete gewandt.
(F. Hölböck, "Klopft an!, Novenensammlung, Parvis-Verlag)
Nach der Himmelfahrt unseres Herrn begaben sich die Apostel
mit Maria, der Mutter des Herrn,
in den Abendmahlsaal zu Jerusalem. Dort verharrten sie neun
Tage lang (neun = lateinisch "novem",
daraus entstand Novene = neun Tage lang verrichtete Gebete) in anhaltende
Gebete, um sich auf die
Ankunft des Heiligen Geistes vorzubereiten und so die Gnadenfülle
des verheissenen Trösters auf sich
herabzuziehen. Dies war die erste Novene, der Ursprung dieser frommen
Andacht, die seither in der
ganzen Kirche verbreitet ist.
Unter Novene versteht man eine Gebetsübung, die man nach dem
Vorbild der Urkirche ohne
Unterbrechung neun Tage lang pflegt. Über den Umfang und die
Form der neuntägigen Andacht
besteht keine Vorschrift. Es genügt schon eine Litanei, ein
Gesetzchen des Rosenkranzes, ein
Vaterunser und Avemaria oder sonst ein geeignetes Gebet, das täglich
neun Tage hintereinander
gebetet wird.
Die 3 üblichen Novenenarten:
a) Novenen vor hohen Festen, um wie die Apostel die Festgnade in
reichem Maße empfangen zu
können;
b) Novenen zu Gott, Maria, den Engeln und Heiligen in einem schweren
Anliegen;
c) Novenen zur Danksagung für erhaltene Gnaden, für wunderbare
Erhörung und Hilfe.
Das Novenengebet sollte mit Eifer, Vertrauen und Beharrlichkeit
verrichtet werden.
Der Bittende soll sich bemühen, während dieser Zeit besonders
die Sünde zu meiden.
Es ist ratsam, täglich die heilige Messe zu besuchen und während
oder nach der Novene die
Sakramente der Beichte und Kommunion recht würdig zu empfangen.
Man lege sich das eine
oder andere kleine Opfer auf oder spende ein Almosen.
Schon ungezählte Christen erlangten nach einer gut verrichteten
Novene auffallende Erhörung ihrer
Bitten. Aber nicht in jedem Fall genügt eine einzige Novene.
Die heilige Kirchenlehrerin Theresia von
Avila betete einst lange um eine Gnade. Da sie nicht erhört
wurde, kam sie auf den Gedanken, es sei
offenbar nicht der Wille Gottes, daß sie diese erhalte und
sie hörte auf zu bitten. Kurze Zeit später
hörte sie Jesus sagen: "Hättest du noch einen Tag
weiter gebetet, so hättest du die Gnade
bekommen; da wäre das Maß für die Gnade voll gewsen."
Je kostbarer eine Gabe ist, desto
mehr muß bezahlt werden! Der heilige Papst Pius X. hielt in
einem Anliegen dreissig Novenen, bis er
erhört wurde!
(Klopft an!, Novenensammlung, Parvis-Verlag)
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