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"Studiere
eifrig das Leben
der Heiligen, so wirst du
dich Gott mit Riesenschritten
nähern."
Papst
Johannes XXIII.
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Die
Heiligen lehren den Weg der Heiligkeit
Wenn wir auf das Leben der treuen Nachfolger Christi
schauen, werden wir gedrängt, die künftige Stadt zu suchen.
Aus tiefer Anerkennung der Gemeinschaft des ganzen
Mystischen Leibes Jesu Christi hat die pilgernde Kirche
seit den Anfängen der christlichen Religion das Gedächtnis
der Verstorbenen mit grosser Erfurcht gepflegt und hat auch
Fürbitten für sie dargebracht, "weil es ein heiliger
und
frommer Gedanke ist, für die Verstorbenen zu beten (und
Sühneopfer darzubringen), um sie von ihren Sünden zu
erlösen". Daß aber die Apostel und Märtyrer
Christi, die
in ihrem Blut das höchste Zeugnis des Glaubens und der
Liebe gegeben hatte, in Christus in besonderer Weise ver-
bunden sind, hat die Kirche immer geglaubt; sie hat sie
zugleich mit der seligen Jungfrau Maria und den heiligen
Engeln mit besonderer Andacht verehrt und hat fromm ihre
fürbittende Hilfe erbeten. Bald wurden ihnen auch andere
beigezählt, die Christi Jungfräulichkeit und Armut entschie-
dener nachgeahmt haben, und schließlich solche, die den
Gläubigen eine hervorragende Übung der christlichen Tugen-
den und die göttlichen Charismen zu frommer Andacht und
Nachahmung empfahlen.
Wenn wir nämlich auf das Leben der treuen Nachfolger
Christi schauen, erhalten wir neuen Antrieb, die künftige
Stadt zu suchen. Zugleich wird uns ein ganz verläßlicher
Weg gewiesen, wir wir, jeder nach seinem Stand und seiner
besonderen Lebenslage, durch die irdischen Wechselfälle
hindurch zur vollkommenen Vereinigung mit Christus - zur
Heiligkeit - kommen können. Im Leben derer, die zwar
Schicksalsgenossen unserer Menschlichkeit, dennoch
vollkommener dem Bilde Christi gleichgestaltet werden,
zeigt Gott lebensnah seine Gegenwart und sein Antlitz.
In ihnen redet Er selbst zu uns und gibt uns ein Zeichen
seines Reiches, zu dem wir, mit einer so großen Wolke
von Zeugen umgeben und angesichts einer so großen
Bestätigung der Wahrheit des Evangeliums mächtig
hingezogen werden.
(II. Vatikanum, KK50)
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